Erste Mannschaft verliert deutlich gegen die Schachfreunde Lennep I

Vorab war schon klar, dass uns – so wie in der Vorsaison – diesmal kein leichter Sieg gelingen würde. Einerseits hatte sich Lennep für diese Spielzeit personell verstärkt und bot gegen uns seine Stammbesetzung auf. Andererseits mussten wir in unseren Reihen auf Ingo (Brett 1) sowie Peter (Brett 5, Topscorer) verzichten.

Los ging es mit einem korrekten Remis von Frank an Brett 1, der schnell die Damen und alle Läufer abtauschte und die Stellung symmetrisch hielt, so dass ein Fortkommen für beide Seiten nicht zu erkennen war.

Recht schnell folgten dann zwei Verlustpartien; an einen Mannschaftssieg war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr zu denken.

Die Niederlagen passierten so: Dieter an Brett 5 rochierte lang und half bei der Linienöffnung gegen seinen König kräftig mit, so dass der Gegner zu einem leichten Gewinn kam. Dietmar (Brett 8) gab zunächst ohne Not einen Bauern ab. Als dann wenige Züge später ein zweiter Bauer abhanden kam ging auch diese Partie sang- und klanglos verloren.

Die anderen Partien liefen deutlich länger. Ivan (Brett 4) bekam zwischenzeitlich ein Remisangebot, das er aber mannschaftsdienlich nicht annahm. Die nächste Entscheidung folgte erst kurz vor der Zeitkontrolle an Brett 2. Thomas hatte es in seiner Partie mit dem Isolani zu tun. Nach 20 Zügen landete er in einem minimal schlechteren erweiterten Endspiel, das er remis halten konnte, da der Gegner nicht so recht weiterkam.

Dann wurde Ivan für sein Weiterspielen belohnt. Als alle Leichtfiguren vom Brett waren attackierte er den gegnerischen König und zwang der Gegner zur Aufgabe. Wichtiger Sieg für die erste Mannschaft” Zwischenstand 2:3.

Realistisch gesehen waren aus den drei ausstehenden Partien nur noch maximal 1,5 Punkte zu holen, denn Werner (Brett 7) stand aussichtslos und Konstantin (Brett 6) hatte ein Läuferendspiel mit ungleichen Läufern und zwei Minusbauern.

Im Detail: Werner verlor bereits in der Eröffnung einen Bauern und die Entwicklung lief danach alles andere als reibungslos. Dann ging auch noch eine Qualität verloren und danach war es nur noch „ein Spiel auf ein Tor“.

Konstantin hatte in seiner Partie erhebliche Probleme mit der Zeiteinteilung und musste ab dem 25. Zug mit der Zeitgutschrift von 30 Sekunden pro Zug auskommen. Dabei gingen zwar zwei Bauern verloren, dafür konnte Konstantin aber die Dame aktiv ins Spiel bringen, so dass ein Dauerschach nur durch Abtausch und Übergang in ein remisträchtiges Läuferendspiel zu verhindern war.

So ein Endspiel wird aber nicht automatisch remis. So auch hier: Für einen kurzen Moment hatte der Gegner die klare Gewinnmöglichkeit: Statt ein Bauernpaar zu tauschen hätte er einfach seinen Bauern durchziehen können. Dies hätte Konstantins Läufer so beschäftigt, dass die Bildung eines weiteren Freibauern am anderen Flügel möglich gewesen wäre. Zum Glück für uns geschah dies in der Partie aber nicht, und so wurde das Endspiel nach weingen weiteren Zügen remis.

Michael hatte sich nach fragwürdiger Eröffnung aus seiner ungünstigen Lage herausgearbeitet und stürmte mit einer Bauernwalze auf den gegnerischen König zu. Nach Öffnung der h- und g-Linie stand er in der Zeitnotphase klar auf Gewinn, fand aber leider nicht die Gewinnfortsetzung. Dann gab es noch eine Möglichkeit zum Dauerschach, Michael spielte aber anders um dann kurze darauf zu allem Überfluss auch noch das Endspiel zu verlieren. Endstand damit: 2,5: 5.5.

Alle Termine, Ergebnisse und Tabellen der 2. Bezirksliga gibt es unter Schachbezirk Bergisch-Land

und beim SBNRW Ergebnisprotal

Text von Thomas