Erste Mannschaft: Knapper Sieg für die erste Mannschaft gegen die ESG IV

Knapper Sieg für die erste Mannschaft gegen die ESG IV

Am 1. Adventssonntag konnte unsere erste Mannschaft einen knappen Auswärtssieg gegen die 4. Mannschaft der Elberfelder Schachgesellschaft erzielen. Dabei begann der Tag zunächst recht hektisch, da wir erst spät aus Radevormwald abfahren konnten und dann in Elberfeld die Parkplatzsuche noch weitere Zeit kostete. Dankenswerterweise sah unser Gegner darüber hinweg, gestattete uns also die Verzögerung um die „akademische Viertelstunde“.

Der Kampfverlauf gestaltete sich dann zunächst recht positiv für uns. Frank an Brett 2 überraschte den Gegner mit einem ungewöhnlichen Aufbau und erreichte schon in der Eröffnung Vorteil. Als dann im frühen Mittelspiel durch ein Scheinoper ein weiterer Bauer verlorenging war es um den Gegner geschehen.

Thomas (Brett 3) gestaltete seine Partie sehr ruhig. Als es dann im 20. Zug staktisch wurde, opferte der Gegner einen Läufer, was sich wenige Züge später als nicht korrekt erwies. Mit einer Leichtfigur weniger gab der Gegner die Partie auf.

Kurze Zeit später gewann auch Ingo (Brett 1) und brachte uns mit 3:0 in Führung. Ingo hatte einen sehr starken Springer auf d5 installiert und attackierte den Bauern e7 mit einer weiteren Figur. Nachdem der die Deckung des Bauern (den Springer auf c6) anging brach die schwarze Stellung schnell zusammen.

Trotz klarer Führung zeichnete sich das Endergebnis noch nicht ab, denn zum Sieg waren noch 1,5 Punkte erforderlich. Peter an Brett 5 hatte zwar Vorteil und Dieter (Brett 6) seine zwischenzeitlich sehr lockere Königsstellung gefestigt. Aber an den anderen Brettern sah es sehr bedenklich aus.

Peter hatte dem Gegner das Rochaderecht genommen und griff den so in der Mitte verbliebenen König an. Der Gegner fühlte sich sichtlich unwohl, konnte das spätere Turmendspiel dann aber remis halten.

Nach drei Stunden Spielzeit mussten wir dann die erste Niederlage hinnehmen. An Brett 7 war Dietmar nach schön gespielter, taktisch geprägter Eröffnung in eine schwierige Lage geraten, bei der er sich gegen verbundene Freibauern auf der g- und h-Linie erwehren musste. Diese Phase meisterte er durch aktive Züge gut und konnte den g-Bauern eliminieren. Das entstandene Turmendspiel mit dem h-Bauern erwies sich dann aber doch als schwer zu halten, da der h-Bauer nach der bekannten Regel von Tarrasch: „Türme gehören hinter die Freibauern“ gut unterstützt wurde.

Kurze Zeit später musste auch Werner (Brett 8) aufgeben. Er stand schon in der Eröffnung vor großen Problemen mit der Entwicklung seines Läufers auf c8 und kam im frühen Mittelstand entscheidend in Nachteil,

als er seinem Gegner einen Doppelangriff auf König und Turm ermöglichte. Michael (Brett 3) kämpfte zwar noch tapfer, stand aber mit Minusfigur auch auf verlorenem Posten. Dabei hatte er im frühen Mittelspiel schon einen großen, praktisch spielentscheidenen Vorteil erreicht. Doch statt seinen Turm zu retten und mit Mehrqualität weiterzuspielen griff er die gegnerische Dame an. Die Dame zog nicht wie erwartet weg, sondern der Gegner nahm einfach Michaels Turm und drohte damit seinerseits ein Familienschach mit Damengewinn.

Die Entscheidung zu unseren Gunsten brachte dann die Partie von Dieter. Formal betrachtet hatte der Gegner zunächst gute Aussichten durch das Läuferpaar gegen die zwei Springer von Dieter sowie Möglichkeiten auf der Diagonalen a1-h8 gegen Dieters König. Doch irgendwie wurden die Läufer immer schwächer und Dieters Springer immer stärker. So war es dann am Ende nicht verwunderlich, dass ein Springer das entscheidende Schach anbringen konnte, währenddessen ein gegnerische Läufer am anderen Flügel fast tatenlos zuschauen musste.

Alle Termine, Ergebnisse und Tabellen der 2. Bezirksliga gibt es unter Schachbezirk Bergisch-Land

und beim SBNRW Ergebnisprotal

Text von Thomas