Radevormwalder Schachverein 1925

Schachnachrichten aus Radevormwald

1. Mannschaft gewinnt gegen Unterbarmen I mit 5:3

Der Terminplan brachte es mit sich, dass wir unsere Gäste aus der 9. Runde der vorhergehenden Saison nach nur vier Monaten Abstand ein weiteres Mal in Radevormwald begrüßen durften.

Und auch diesmal gingen wir gleich in Führung, da der Gegner von Ingo (Brett 1) nicht mitgereist war.

An Brett 7 und 8 setzten wir unsere Nachwuchsspieler ein, wobei es für Konstantin das erste Spiel in der Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft war. Er schlug sich sehr gut und erreichte eine viel versprechende Angriffsstellung. Als er jedoch seinen Turm auf die dritte Reihe zum Königsangriff postierte unterlief ihm ein Versehen, da er dem Gegner die Gelegenheit gab, mittels einer Springergabel die Qualität zu gewinnen. In der Folge musste er jedem Figurenabtausch aus dem Wege gehen und geriet dabei immer mehr ins Hintertreffen.

Dominik an Brett 7 hatte es mit dem stärksten Spieler unserer Gäste (DWZ über 1900 !) zu tun, der unseren Youngster mit einer gefährlichen Waffe (dem altehrwürdigen, aber immer wieder neu erblühenden Königsgambit) überraschte. Da war es durchaus verzeihlich, dass Dominik schon in der Eröffnung eine Bauerngabel zulassen musste und dabei einen Springer verlor. Der Rückstand war dann nicht mehr aufzuholen, auch wenn Dominik noch tapfer weiterkämpfte. Stand 1-2

An Brett 3 hatte sich Frank zunächst eines Angriffs der gegnerischen Leichtfiguren zu erwehren. Dann tauchte auch noch eine Dame auf h5 auf und drohte Matt auf h7. Aber Frank konnte durch das Abzugsschach des Läufers auf g7 das Mattfeld sichern und alles war in Ordnung. Kurze Zeit später brachte er dann ein Springeropfer auf g3 an, wodurch sich die h-Linie öffnete und die anschließende Fesselung der Dame auf dieser Linie den Gegner zur sofortigen Aufgabe bewog.

Fast gleichzeitig gewann Rudi (Brett 6), der sicher spielte und lange Zeit eine Qualtität mehr hatte, am Schluss sogar zwei Türme gegen zwei Läufer. Damit stand es nach 2 Stunden und 15 Minuten Spielzeit 3:2 für uns, wobei die Stellungen der drei noch laufenden Partien auf einen knappen Sieg hindeuteten.

Und so traf es dann auch ein: Michael (Brett 4) zeigte eine starke Leistung im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern, das er sicher zum Sieg führte. Dieter an Brett 5 musste im Mittelspiel eine Leichtfigur geben, spielte im Endspiel sogar mit einem Turm weniger. Stand 4:3

Als einzige Partie ging Brett 2 über die Zeitkontrolle. Thomas hatte aus der Eröffnung heraus einen leichten Vorteil durch das Läuferpaar. Dem gegenüber stand der vorgerückte e-Bauer des Gegners und die halboffene f-Linie. Als mehrere Figuren getauscht waren verflüchtigte sich der Vorteil. Doch nach einem passiven Zug des Gegners konnte Thomas den e-Bauern mehrfach angreifen und erobern. Das anschließende Damenendspiel mit einem Mehrbauern war nach wenigen Zügen gewonnen und der 5:3 – Endstand hergestellt.