Radevormwalder Schachverein 1925

Schachnachrichten aus Radevormwald

Erste verliert gegen den Bahn-SC Wuppertal IV mit 3:5

In der vorletzten Runde der laufenden Saison mussten wir eine verschmerzbare Niederlage hinnehmen.

Die erste Entscheidung des Tages brachte uns ein Remis durch Ingo am ersten Brett. Mit den schwarzen Steinen hatte er bereits in der Eröffnung die Initiative übernommen und dem Gegner einen rückständigen Doppelbauern verpasst. Doch angesichts der sich immer mehr schließenden Stellung geht die Punkteteilung in Ordnung.

Kurze Zeit später kam es auch an Brett 3 zu einem Schwarz-Remis durch Frank. Beide Seiten hatten noch je einen Turm, 2 Springer und 7 Bauern bei symmetrischer Bauernaufteilung. Auch hier geht das Remis völlig in Ordnung.

Eine weitere Schwarzpartie ging fast zeitgleich zu Ende. Hier mussten wir allerdings die erste Niederlage an diesem Tag hinnehmen. Ivan an Brett 5 war nach interessanter Eröffnung mit seinem Springer keck vorgeprescht, der Springer hatte aber keine Rückzugsfelder und ging schnell verloren. Da half auch eine kurzzeitig auftauchende Mattdrohung auf g2 nichts, denn Weiß konnte diese leicht abwehren.

Dietmar holte ein gutes Remis zum 1,5:2,5. Hier zeigt sich, dass sich durch vermehrte Spielpraxis in den Vereinsturnieren auch Erfolge in der Mannschaft einstellen. Rudi (Brett 7) hatte mit Schwarz eine sehr beengte Stellung. Er versuchte zwar einiges, musste sich dann aber wegen Materialnachteil geschlagen geben.

Michael zeigte einen schönen Angriff am Damenflügel. Nach Öffnung der a-Linie drang er in die gegnerische Stellung ein und konnte zwei Bauern gewinnen, was spielentscheidend war.

An Brett 2 übersah Thomas im frühen Mittelspiel zwei Möglichkeiten zum Bauerngewinn mit weiteren Angriffsmöglichkeiten. Nach diesen ausgelassenen Chancen hatte er zwar noch etwas Druck auf den schwarzen f7-Bauern, der Gegner konnte seine Stellung aber sicher verteidigen. Stand: 3:4.

Die längste Partie (ca. 6 Stunden!) spielte Dieter an Brett 6. Im Mittelspiel war ein Zentrumsbauer nicht zu halten, und danach hatte er große Probleme, nicht noch weiter in Rückstand zu geraten. Schließlich erreichte Dieter ein Endspiel mit Turm und Läufer (ohne Bauern) gegen Turm, Springer und zwei Bauern. Und hier gelang es Dieter, den gegnerischen Springer einzufangen. Allerdings lief in der Zwischenzeit ein Bauer des Gegners bis nach f2 durch. Dieter verteidigte mit einem Turmzug auf die f-Linie, doch das schöne Turmopfer Tf4 des Gegners sicherte die Umwandlung des Bauern in eine Dame. Als letzte Chance opferte Dieter seinen Läufer für den letzten Bauern des Gegners und so kam es, das wir für mehr als eine Stunde Besuch von einem sehr seltenen Gast erhielten: Dem Endspiel König und Dame gegen König und Turm.

Kompliment an beide Spieler, nach anstrengenden Kampf auch noch dieses gewiss nicht leichte Endspiel zu erörtern! Doch schließlich kam es, wie es kommen musste: Durch Zugzwang wurden König und Turm voneinander getrennt und der Turm nach einigen Damenschachs erobert.

Eine Saison mit Höhen und Tiefen. Wir werden sie am 7.Mai mit einem Auswärtsspiel gegen SW Remscheid ausklingen lassen.

Alle Termine, Ergebnisse und Tabellen der 2. Bezirksliga gibt es unter Schachbezirk Bergisch-Land und beim SBNRW ERgebnisprotal

Schöner Sieg gegen TV Witzhelden II

In der 7.Runde der Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft konnten wir einen weiteren Sieg verbuchen und stehen mit jetzt 10:4 in der Tabelle an zweiter Stelle, wobei allerdings noch das Spiel von Mettmann II aussteht, die momentan 9:3 Punkt haben.

Die Punktejagd ging los mit einem Remis von Dieter an Brett 6, der ein Dauerschach herbeiführte. Zu diesem Zeitpunkt sah es schon recht gut aus, denn Ingo hatte an Brett 1 eine überlegene Stellung mit Mehrbauern, Dietmar an Brett 8 hielt sich gut und auch an den anderen Brettern waren keine gravierenden Probleme zu erkennen.

Ingo besetzte mit beiden Türmen die gegnerische 2. Reihe und brachte uns so mit 1,5:0,5 in Führung. Frank nahm daraufhin das Remisangebot seines Gegners an, ein korrektes Remis in ausgeglichener Stellung.

Weiter ging es mit einem schönen Sieg von Rudi an Brett 7. Hier standen der Qualität zwar zwei Minusbauern gegenüber, aber Rudi zeigte, dass im Endspiel Turm gegen Springer die aktive Turmführung angesagt ist.

Ebenso schön gewann Michael an Brett 4. Gegen den kompakten Angriff von Michaels Figuren war der Gegner machtlos. Damit waren vier Punkte eingesammelt bei noch drei offenen Partien, wobei Dietmar klar auf Gewinn stand, denn er hatte seinen b-Bauern bereits auf die 7. Reihe gebracht.

Doch erst zur Partie an Brett 2: Thomas hatte zunächst eine recht ruhige Partie in italienischen Gefilden. Am Anfang des Mittelspiels handelte er sich Probleme mit Deckung seines e-Bauern ein. Durch Abtausch beider Springerpaare hatte die gegnerische Dame plötzlich viel Platz auf dem Damenflügel, so dass der e-Bauer verlorenging und obendrein noch ein weiterer Bauer. Das war natürlich zu viel. Thomas schleppte sich dann noch in ein klar verlorenes Damenendspiel. Spielstand 4:2.

Es blieb Dietmar vorbehalten, mit seinem Sieg den Mannschaftserfolg herbeizuführen. Er hatte konsequent weitergespielt und kein Gegenspiel zugelassen.

Turbulent ging es in der noch verbliebenen Partie an Brett 5 zu. Ivan hatte sich hier aus einer eher defensiven Position heraus befreit und zeigte, dass sein Springer dem gegnerischen Läufer überlegen war, da dieser von seinen eigenen Bauern behindert wurde. Nach Damentausch und Übergang in das Endspiel Springer gegen Läufer gewann Ivan dann einen Bauern. An dieser Stelle ging es im Blitzschachtempo weiter und der Partieausgang war hier kaum vorherzusehen. Der Gegner lief mit seinem König zum Damenflügel und bildete dort einen gefährlichen Freibauern, wohingegen Ivans Freibauern vom Läufer aufzuhalten waren. Am Ende kam es dann zum überraschenden Remisschluss, der uns das Endresultat von 5,5 zu 2,5 brachte.

Alle Termine, Ergebnisse und Tabellen der 2. Bezirksliga gibt es unter Schachbezirk Bergisch-Land und beim SBNRW ERgebnisprotal

Die Erste bringt zwei Mannschaftspunkte aus Solingen mit

Trotz Winterwetter gestaltete sich die Anreise zum Auswärtskampf gegen den SC Solingen (2. Mannschaft) problemlos, wobei wir das Schachzentrum des Nachbarn SG Solingen ansteuerten, da unseren Gegnern ihre angestammte Spielstätte an diesem Tag nicht zur Verfügung stand.

Wir zeigten uns in guter Spiellaune und gingen durch den Sieg von Dieter (Brett 6) in Führung. Dabei sah es hier zunächst gar nicht gut aus, da Dieter früh einen Bauern abgab und auch mit der Entwicklung im Rückstand war. Nach Damentausch lief es dann besser. Im weiteren Verlauf konnte Dieter sich mit beiden Springern nah an den gegnerischen König heranpirschen und eine Kombination anbringen, die zum sofortigen Gewinn führte.

Agni an Brett 8 kam zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison. Er spielte sehr mutig ein seltenes Gambit, was aber zu gewagt war. Im Mittelspiel schlug der Gegner dann mit seinem Läufer in Agnis Königsstellung ein. Da Agni das Opfer nicht annahm lag er danach bereits mit zwei Bauern im Rückstand. Die Partei ging dann auch schnell verloren.

Thomas (Brett 2) hatte zunächst eine recht beengte Stellung. Nach Öffnung der c-Linie wurden alle Schwerfiguren über diese Linie abgetauscht und nach einigen weiteren Zügen kam es zur Punkteteilung. Ebenfalls mit Remis endete die Partie von Ivan an Brett 5, wobei hier in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern noch allerhand ausprobiert wurde.

Zwar mussten wir als nächstes eine Niederlage bei Dietmar an Brett 7 hinnehmen, aber die drei noch laufenden Partien sahen alle sehr vielversprechend für uns aus: An Brett 04 hatte Michael die Qualität erobert und wickelte in ein Endspiel mit Doppelturm gegen Turm und Läufer ab. Die Türme setzte er geschickt in Szene und gewann durch eine Schachfolge den gegnerischen Läufer.

Kurze Zeit später gewann auch Frank. Durch ein schönes Springerschach, das die g-Linie öffnete und einen Doppelangriff auf König und Dame ermöglichte. Damit belohnte er sich selbst für sein Spiel, denn er hatte nach und nach großen Druck auf die gegnerische Königsstellung aufgebaut.

Wiederum kurze Zeit später gab es in der noch offenen Partie an Brett 1 ein Remis und damit den Endstand von 4,5 zu 3,5 für uns. Ingo hatte lange Zeit sowie auch in der Endstellung einen Bauern mehr sowie das Läuferpaar. Durch die Entscheidung fürs Remis ging er auf ganz sicher und steuerte den noch fehlenden halben Punkt zum Mannschaftssieg bei.

Pokal für den Gewinner des Weihnachtsblitzturnieres

Rang Teilnemer Punkte DiVer
1.Ingo Zöltzer 13.5 -
2.Frank Havemann 12.5 2
3.Michael Christmann 12.5 0
4.Ivan Bobanac 11.5 -
5.Thomas Mau 9.5 2
6.Rudolf Stöhrer 9.5 0
7.Hans-Dieter Trapp 8.5 -
8.Hildegard Andriske 7.5 -
9.Peter Sehnke 7.0 2
10.Klaus-Dieter Koch 7.0 0
11.Edmund Biekowski 5.5 -
12.Dominik Czernia 5.0 -
13.Konstantin Schulte 4.5 -
14.Dietmer Gürtner 3.5 -
15.Marvin Seidler 2.0 -
16.Merlin Koch 0.5 -

Das traditionelle Weihnachtsblitz konnte im diesen Jahr erneut Ingo Zölter gewinnen. Er setzte sich mit 12.5 Punkten gegenüber seinen 15 Kontrahenten durch und konnte am Ende als erster Spieler den neu gespendeten “Bürgermeister Johannes-Manns-Pokal” in Empfang nehmen, der zukünftig jährlich zum Weihnachtsblitz als Wanderpokal ausgespielt wierd. Zur Siegerehrung und Überreichung des Pokals war der stellvertretende Bürgermeister Ralf-Udo Krapp erschienen, der in seiner Laudatio die Bedeutung des Schachpiel für einen gesunden Geist betonte.

Der Geschenketisch war wieder einmal von unserem 1. Vorsitzenden Michael Christmann und seiner Gattin Alexandra reichlich und liebevoll gedeckt worden. Dafür herzlichen Dank!

Erste Mannschaft verliert mit 3:5 gegen den MTV Langenberg I

In der um eine Woche vorgezogenen Begegnung aus der 5.Runde gelang uns keine einzige Gewinnpartie. Daher können wir uns über das Ergebnis auch nicht beschweren.

Zum Spielverlauf: Dietmar an Brett 7 einigte sich mit seinem Gegner bereits mit frühen Mittelspiel auf ein Remis. Ungünstiger verlief die Begegnung an Brett 4:Hier hatte sich Ivan auf haarstäubende Verwicklungen eingelassen und seinen h1-Turm nur mit Mühe retten können. Später musste er spielentscheidendes Material geben.

An Brett 5 kam Rudi nach ausgeglichenem Spielverlauf ebenfalls zu einem Remis. Auch mit einem Remis ging das Spiel an Brett 8 aus. Konstantin hatte hier einen Bauern mehr und zeitweise sogar gute Gewinnaussichten. An Konstantin : Beim nächsten Mal klappt es dann mit einem vollen Punkt!

Dieter (Brett 5) war bei seiner Partie vorwiegend mit Verteidigungsaufgaben beschäftigt. Zeitweise wurde sein rückständiger d-Bauer 4x angegriffen und musste mit 4 Figuren gedeckt werden. Das kostete alles viel Nachdenken und so überschritt er noch vor Erreichen der 40 Züge seine Bedenkzeit. Stand 1,5 : 3,5

An Brett 2 hatte Frank Raumvorteil erzielt und machte sich daran, die gegnerischen Figuren noch weiter zurückzudrängen. Sein Gegner brachte daraufhin ein Springeropfer für zwei Bauern. Im späteren Verlauf kam dann noch ein Bauer hinzu, so dass ein möglicher Gewinn für Frank immer ungewisser wurde.

Thomas an Brett 1 hatte eine ruhige Partie, brachte sich dann aber durch einen Fehlzug, der zwei Figuren für einen Turm kostete, in arge Schwierigkeiten. Viel schlimmer als das materielle Minus war dabei die Angriffswucht der verbliebenen gegnerischen Figuren. Nach Damentausch konnte er zumindest wieder mitspielen, auch wenn die Stellung nach wie vor verdächtig war. An Brett 2 einigte sich Frank mit seinem Gegner nach dem Abtausch weiterer Bauern auf Remis. Thomas bekam sofort danach ebenfalls ein Remis angeboten und nahm es an.

Auch wenn der Kampf damit verloren war versuchte Michael (Brett 4) in einem Endspiel mit je Turm und Läufer noch einen entscheidenden Vorteil zu erzielen. Sein Turm hielt sich auch schon in den Reihen des Gegners auf, doch zuletzt gab es auch hier kein Weiterkommen. Endstand: 3:5

Einzelmeisterschaft der Schachjugend Bergisch-Land

Mit Dominik Czernia, Merlin Koch und Konstantin Schulte traten gleich drei unserer Jugendspieler bei der diesjährigen U16-Meisterschaft der Schachjugend Bergisch-Land an. Gespielt wurden bei 9 Teilnehmern 5 Runden Schweizer System.

Vor der abschießenden 5. Runde am 03.12. lag Konstantin auf dem zweiten Platz, Merlin und Dominik im erweiterten Mittelfeld.

Merlin ließ in der Eröffnung die Fesselung seines Springers f6 zu, der vom Gegner mit Springer d5 ein zweites Mal angegriffen wurde. Folge war die Schwächung seiner Königsstellung. Der Gegner brachte dann seinen Läufer auf h6 und das Matt durch den Damenzug d1-g4 war nicht mehr zu verhindern.

Dominik hatte bereits früh Materialvorteil, seine Königsstellung stand aber unter Beschuss aller gegnerischen Figuren. Umsichtíg verteidigte er seine Stellung. Nach Damentausch war die Gefahr gebannt und er hatte ein gutes Endspiel mit Mehrqualität. Dass die Partie dann remis ausging erklärt sich dadurch, dass sich Dominik seiner Sache doch noch nicht so ganz sicher war.

Bei Konstantin verschränkten sich alle Bauern auf dem Damenflügel und in der Mitte zu einer undurchdringlichen Mauer. So war ein Durchkommen nur auf dem Königsflügel möglich, was dann auch vortrefflich gelang. Konstantin spielte Bauer f4 und f5. Als der Bauer dann später auch noch nach f6 zog war er um den Gegner geschehen, da jetzt die Dame auf e7 angegriffen war und gleichzeitig Matt auf g7 drohte. Damit verteidigte Konstantin den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Niederrhein-Meisterschaft Anfang Januar in Kranenburg.

Alles in allem ein harmonisches Turnier und ein Erfolg für unsere Jugend und den RSV.

Weiterer Erfolg für erste Mannschaft: Vohwinkel II - Radevormwald I 3,5:4,5

An den meisten waren erst wenige Züge gespielt, da lagen wir auch schon 1:0 in Führung. Denn an Brett 3 hatte Ivan seinen Gegner in rasantem Tempo zur Aufgabe gezwungen.

Leider konnten wir uns aber nicht lange über die Führung freuen, denn an Brett 4 kam Dieter nicht zur Rochade und so wurde sein König in der Mitte gestellt und schon im 17. Zug mattgesetzt.

Die nächsten Entscheidungen fielen erst in der 3. Spielstunde. Konstantin (Brett 7) spielte die wohl aufregendste Partie dieses Mannschaftskampfes. Zunächst wurde sein Läufer eingeklemmt und ging verloren. Kurz danach konnte der dafür mit seiner Dame einen ungedeckten Turm des Gegners angreifen. Durch ein Springeropfer verhinderte der Gegner schlimmeres. Bei dieser Aktion landete Konstantins d-Bauer auf c6 und später sogar auf c7, was das gesamte schwarze Spiel lähmte. Leider zog er im weiteren Verlauf seine Türme etwas unglücklich und musste die Qualität geben. Trotzdem reichte es zu einem guten Remis.

Danach verlor Dietmar (Brett 6), dessen Stellung nach Bauernverlust nicht mehr zu halten war. Thomas an Brett 1 hatte lange Zeit eine ausgeglichene Stellung. Nach Abtausch aller Schwerfiguren über die offene d-Linie sah es hier nach Punkteteilung aus. Doch eine Ungenauigkeit des Gegners im 30. Zug ermöglichte Thomas eine Abtauschfolge mit anschließender Springergabel. Stand 2,5:2,5.

Nach Dominik und Konstantin kam ein weiterer unser Jugendspieler zu seinem ersten Einsatz. Agni hielt sich an Brett 8 recht wacker. Interessant sein „modernes Fianchetto“ mit g5 und Lg7. Doch dann musste er doch den einen oder anderen Bauern geben. Trotzdem: Glückwunsch an Agni zu seiner ersten Partie außerhalb des Jugendbereichs.

Trotz des 2,5:3,5-Rückstandes sah es positiv für uns aus. An Brett 2 war Franks Königsstellung zwar kurze Zeit recht löchrig, doch wich sein König einfach Richtung Brettmitte aus. Nach Damentausch hatte Frank einen Bauern mehr und gewann sicher. Werner (Brett 5) spielte lange Zeit ebenfalls mit einem Mehrbauern. Hier kam es zu einem Turmendspiel, das Werner mit ruhigen Zügen zum Gewinn führte.

Es sei hier angemerkt, dass bei unserem Gegner einige Stammspieler fehlten. Der Mannschaftskampf hätte – wären diese eingesetzt worden – auch ganz anders ausgehen können.

1. Mannschaft kehrt mit 2:6-Niederlage aus Mettmann heim

Spielpraxis für unsere Jugend, aber keine Mannschaftspunkte gab es beim Auswärtsspiel gegen die erste Mannschaft von Mettmann Sport I. Betrachtet man die DWZ-Unterschiede besonders an den unteren Brettern kommt diese Niederlage aber nicht überraschend und geht auch in Ordnung.

Begonnen hatte die Begegnung mit einem kampflosen Punkt für Dieter (Brett 4), da der Gegner krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste.

Den Ausgleich stellte der Gegner von Dominik an Brett 7 her. Dominik hatte schon in der Eröffnung durch eine Entfesselungskomibination eine Figur verloren und dieser Nachteil war nicht mehr aufzuholen.

Thomas an Brett 1 bekam nach einem von ihm gespielten Bauernvorstoß von seinem Gegner ein Remisangebot, da dieser nach der Öffnung des Spiels mit seiner Stellung nicht mehr zufrieden war. Thomas nahm an, es stand 1,5:1,5.

Konstantin (Brett 8) kam mit den schwarzen Figuren diesmal nicht so recht aus den Startblöcken, stellte dann seine Dame unglücklich und ließ eine Springergabel mit Qualitätsverlust zu. Er konnte die Qualität zwar später zurückerobern, da hatte er aber schon zusätzlich einige Bauern weniger: 1,5:2,5

Da der Berichterstatter mit den Jugendlichen vorzeitig nach Radevormwald aufbrach das weitere in Kurzform: Dietmar an Brett 6 stand zunächst passabel, verlor dann aber eine Figur und musste als nächster aufgeben. Ebenso erging es Werner an Brett 5. Frank an Brett 2 hatte lange Zeit gut mitgehalten, musste dann aber eine Lockerung seiner Königsstellung hinnehmen und verlor einen Bauern. Das Schwerfigurenendspiel war dann letztendlich nicht zu halten. Stand 1,5:5,5 Michael (Brett 3) hatte sich einen Mehrbauern erkämpft und versuchte zu gewinnen, willigte dann aber doch ins Remis ein. Endstand: 2:6

1. Mannschaft gewinnt gegen Unterbarmen I mit 5:3

Der Terminplan brachte es mit sich, dass wir unsere Gäste aus der 9. Runde der vorhergehenden Saison nach nur vier Monaten Abstand ein weiteres Mal in Radevormwald begrüßen durften.

Und auch diesmal gingen wir gleich in Führung, da der Gegner von Ingo (Brett 1) nicht mitgereist war.

An Brett 7 und 8 setzten wir unsere Nachwuchsspieler ein, wobei es für Konstantin das erste Spiel in der Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft war. Er schlug sich sehr gut und erreichte eine viel versprechende Angriffsstellung. Als er jedoch seinen Turm auf die dritte Reihe zum Königsangriff postierte unterlief ihm ein Versehen, da er dem Gegner die Gelegenheit gab, mittels einer Springergabel die Qualität zu gewinnen. In der Folge musste er jedem Figurenabtausch aus dem Wege gehen und geriet dabei immer mehr ins Hintertreffen.

Dominik an Brett 7 hatte es mit dem stärksten Spieler unserer Gäste (DWZ über 1900 !) zu tun, der unseren Youngster mit einer gefährlichen Waffe (dem altehrwürdigen, aber immer wieder neu erblühenden Königsgambit) überraschte. Da war es durchaus verzeihlich, dass Dominik schon in der Eröffnung eine Bauerngabel zulassen musste und dabei einen Springer verlor. Der Rückstand war dann nicht mehr aufzuholen, auch wenn Dominik noch tapfer weiterkämpfte. Stand 1-2

An Brett 3 hatte sich Frank zunächst eines Angriffs der gegnerischen Leichtfiguren zu erwehren. Dann tauchte auch noch eine Dame auf h5 auf und drohte Matt auf h7. Aber Frank konnte durch das Abzugsschach des Läufers auf g7 das Mattfeld sichern und alles war in Ordnung. Kurze Zeit später brachte er dann ein Springeropfer auf g3 an, wodurch sich die h-Linie öffnete und die anschließende Fesselung der Dame auf dieser Linie den Gegner zur sofortigen Aufgabe bewog.

Fast gleichzeitig gewann Rudi (Brett 6), der sicher spielte und lange Zeit eine Qualtität mehr hatte, am Schluss sogar zwei Türme gegen zwei Läufer. Damit stand es nach 2 Stunden und 15 Minuten Spielzeit 3:2 für uns, wobei die Stellungen der drei noch laufenden Partien auf einen knappen Sieg hindeuteten.

Und so traf es dann auch ein: Michael (Brett 4) zeigte eine starke Leistung im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern, das er sicher zum Sieg führte. Dieter an Brett 5 musste im Mittelspiel eine Leichtfigur geben, spielte im Endspiel sogar mit einem Turm weniger. Stand 4:3

Als einzige Partie ging Brett 2 über die Zeitkontrolle. Thomas hatte aus der Eröffnung heraus einen leichten Vorteil durch das Läuferpaar. Dem gegenüber stand der vorgerückte e-Bauer des Gegners und die halboffene f-Linie. Als mehrere Figuren getauscht waren verflüchtigte sich der Vorteil. Doch nach einem passiven Zug des Gegners konnte Thomas den e-Bauern mehrfach angreifen und erobern. Das anschließende Damenendspiel mit einem Mehrbauern war nach wenigen Zügen gewonnen und der 5:3 – Endstand hergestellt.

Schachjugend sammelt beim U1000-Turnier weitere Spielpraxis

Was unsere Schachjugend am Demobrett und in ihren Übungsheften gelernt hat, das konnte sie jetzt in echten Partien einsetzen. Themen wie „Doppelangriff auf König und Material“ oder „Mattsetzen mit zwei Türmen“ konnten die Jugendlichen in ihren Partien in der Praxis erproben.

Da auch der Wettkampf-Gedanke eine Rolle spielt hier die Ergebnisse: 3.Runde gegen SG Solingen: 4-0 4.Runde gegen Remscheid I 0-4 Wir spielten jeweils in der Aufstellung: Konstantin, Marvin, Merlin, Agni.